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„Es gibt nicht zwei Krisen nebeneinander, eine der Umwelt und eine der Gesellschaft, sondern eine einzige und komplexe sozio-ökologische Krise.“
Laudato si’ – Papst Franziskus, 2015, Absatz 139

Das FFG-Projekt Refugium wurde am 15. Oktober im Rahmen der Preisverleihung der Kleinen Zeitung Kärnten und Osttirol mit dem PRIMUS 4 PUBLIC Award in der Kategorie Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Das Projektkonsortium, bestehend aus CARITAS, PLANUM, CU, IPAK und dem Verein Refugium der
Katholischen Kirche in Kärnten, durfte sich über diese besondere Anerkennung freuen.
Den entscheidenden Beitrag zum Erfolg leistete der prägnante zweiminütige Projekt-Pitch von Dr. Wolfgang Hafner, der die Ziele und das Potenzial des Projekts vor dem anwesenden Publikum und einer hochkarätigen Jury überzeugend auf den Punkt brachte.
Vor Ort waren auch die Ideengeber und Initiatoren des Projekts sowie heutige Projektpartner: Mag. Harald Jost, Referatsleiter für Schöpfungsverantwortung, und Dr. Marie-Therese Fallast, Mobilitäts- und Landschaftsplanerin von PLANUM. Sie erkannten das große Potenzial innerstädtischer Kirchenareale für innovative Nutzungen im Sinne der Klimaanpassung und Energiewende.
Durch einzigartige Kooperationen zwischen Kirche und Stadt im Sinne einer Public-Private-Partnership können bisher ungenutzte Gebäude und grüne Infrastruktur aktiviert werden, um den Auswirkungen des Klimawandels mit einem vielfältigen Maßnahmenangebot zu begegnen. Neben technischen und infrastrukturellen Maßnahmen werden insbesondere soziale Aspekte und die Teilhabe der Bevölkerung in die nachhaltige Entwicklung der derzeit vier kirchlichen Pilotstandorte integriert. Die wissenschaftliche Begleitung durch Prof. Dr. Daniela Ströckl (CU) sowie die Möglichkeiten der Digitalisierung ergänzen das Projekt. Ein niederschwelliges, vor Ort verfügbares Informationsangebot zu Umweltfragen und Klimaanpassung soll Menschen erreichen und zur aktiven Beteiligung motivieren.
Das Konsortium verbindet damit die effiziente Nutzung bestehender räumlicher und infrastruktureller Ressourcen mit sozialer Verantwortung im Umgang mit dem Klimawandel. Ganz im Sinne von Laudato si’ versteht Refugium ökologische Nachhaltigkeit und soziale Teilhabe als untrennbar miteinander verbunden. Die Auszeichnung würdigt diesen ganzheitlichen Ansatz und die Zusammenarbeit unterschiedlicher Partner für eine lebenswerte, klimaangepasste und sozial gerechte Zukunft.
Auch die Erfahrungen und Perspektiven der Klagenfurter Bevölkerung fließen in das Forschungsprojekt ein. Ein Fragebogen widmet sich der Frage, wie Pfarren als nachhaltige Orte gelebter Gemeinschaft und Sorgekultur wahrgenommen und weiterentwickelt werden können. Alle Klagenfurterinnen und Klagenfurter sind eingeladen, ihre Sichtweisen einzubringen und damit zur weiteren Projektarbeit beizutragen. Die Beantwortung dauert etwa fünf Minuten. Wir freuen uns über Ihre Teilnahme. 👉 https://forms.cloud.microsoft/e/mLfeACkXCS
Rückfragen:
Dr. Marie-Therese Fallast, mt.fallast@planum.eu
DI Katja Schmidt-Hengst, schmidt-hengst@planum.eu
